Helmut W. Karl: Portrait

 Helmut W. Karl

Frischer Geist in alte Flaschen


Was 'Mensch' heißt, hat Geist drin!

( ... wessen wir uns jederzeit bewusst sein sollten.)

Bewusstwerden der Seele

Ich erinnere mich recht gut, wie ich als etwa 5-Jähriger lange Zeit über das Wort "Seele" brütete. Was hatte es damit für eine Bewandtnis?

Eine ältere Tante, bei der ich in jenem Sommer zu Besuch war, hatte mich zum Guten ermahnt, damit "meine Seele in den Himmel" komme. Sie und auch sonst alle meinten, es sei gar nicht nötig, einem so kleinen Kind zu erklären, was denn "die Seele" sei, die in den Himmel gehöre. Himmel, klar, das wusste ich, das war die große blaue Leere über meinem Kopf ... aber Seele?

Ich weiß nicht mehr, wie lange es gedauert hatte, aber irgend wann hatte ich mir ein klares Bild "einer Seele" gebildet:

Die Seele stammt aus dem See, sie wohnt nicht dort; sie ist ein Tropfen daraus. Ich verstand mich als so ein Tropfen, klein war ich ja (noch) und wachsen wollte ich und würde ich ganz gewiss. Und bei Gelegenheit hatte man mich ja auch schon mal einen "Tropf" genannt.

(Für jene, die mit dem Österreichischen nicht vertraut sind: "Tropf" nennt man gelegentlich ein Kind, das wegen irgend etwas verstört ist und eine "Schnute" zieht: "Na, beleidigter Tropf?")

Dieser Gedanke an den Tropfen beschäftigte mich lange Zeit (damit meine ich nicht bloß Minuten oder Stunden ... es waren viele Jahre!) bis ich ein Konzept hatte.

Beim Wasser gibt es keine Einzelteile, wie zum Beispiel beim Sand, der aus unzähligen kleinen Körnern besteht, und doch kann es in winzige Tropfen zerstäuben, wie ich am Wasserfall sehen konnte.

Und meine Seele wäre also so ein "kleiner Tropf". Aber der See, aus dem er kam, konnte kein Gewässer, sondern musste der Himmel sein. Dorthin sollte meine Seele also zurück.

Bin ich ein Körper oder hab ich einen?

Trotzdem passte etwas nicht ... wenn meine Seele ein Tropfen war, was war dann mein Körper? Den hatte ich doch von meinen Eltern bekommen, ist mir erklärt worden. Also hat sich vielleicht meine Seele nicht abgesondert, sondern ist abgesondert worden? Von wem? Und wie? Und vor allem: Warum und wozu?

Bis zu jenem Tag, an dem mich das Wort "Seele" so sehr beschäftigte, hatte ich ja täglich erlebt, dass sich Mutter um mich und meinen Körper kümmerte, mich kleidete und nährte, mich mit allem versorgte, was ich brauchte. (Mein Vater war als Soldat "eingerückt" und für mich abwesend, wohl aber als Wort allgegenwärtig.)

Und mir war auch durchaus bewusst, dass ich (als Bub) wuchs, größer wurde: Das bewiesen mir die Striche am Türstock von Tantes Küche, von denen seit dem letzten Jahr drei, jeder höher als die früheren, gezogen worden waren, und auf die ich mit Stolz schaute.

"Ich" war also ganz zweifellos dieser Körper, der wuchs, kräftiger und geschickter wurde, der Hunger, Durst und Müdigkeit fühlte. Mit fünf Jahren konnte ich auf Bäume und auf das Dach des Schuppens in Onkels Hof klettern, ein Jahr zuvor schien das noch unmöglich. Und natürlich konnte ich essen, was das Zeug hielt: Onkel liebte es, mir dicke Schnitten Brot mit Butter und Honig zu bereiten, und ich ließ es mir schmecken, du meine Güte, wie gut das schmeckte! Und trinken! Tante hatte Ziegen und immer reichlich Milch, doch das wahre Paradies war der schwarze Johannisbeer-Saft, der so wunderbar schmeckte. Und erst Tantes Garten! Da gab es Brombeeren und Himbeeren so viel ich haben wollte. Das war also ich ...

Und immer wieder beschäftigte mich die Frage: Was hat das mit der Seele auf sich? Wo habe ich "meine Seele"? Kann ich sie sehen, fühlen, mit ihr reden? Tante musste es wissen! ... Aber ihre Antwort sorgte dafür, dass ich weitere Wochen beschäftigt war: "Der liebe Gott hat sie dir ins Herz gelegt".

Über den lieben Gott machte ich mir keine Gedanken ... das war ein vertrautes Wort, es war ein alter Mann, der alles wusste, alles sah und über mich wachte und mich beschützte. Das war gut so, es gab mir eine gewisse Sicherheit in meinen Abenteuern ... was sollte mir schon passieren, ich werde ja beschützt.

Das also war ungefähr alles, was ich über Gott zu wissen brauchte, egal, ob ich ihn schon "in natura" gesehen hatte oder nicht. (Die Tatsache, dass Gott auf jedem Bild irgendwie anders ausschaut, merkte ich wohl, es beschäftigte mich aber nicht. Und dass ich nicht viel Interesse an ihm hatte, machte mir (spätere) Religionslehrer, (der erste war Pfarrer des kleinen Ortes,) nicht gerade zum Freund.)

Aber meine Seele ... das war ein großes Rätsel, das mich nicht losließ.

Die Seele spricht zu mir?

Eines Tages saß ich in einer Astgabel - ich glaube, ich war damals sechs oder sieben Jahre alt - und sinnierte wieder über meine Seele nach. Kurz zuvor hatte ich gehört, wie Tante zu jemandem sagte "meiner Seel' ... dass der das noch erleben muss!" (Ich hatte keine Ahnung, um wen und worum es dabei ging, doch das "meiner Seel'" war der Anlass für mein Sinnieren.)

Die Seele war also "vom See getrennt" worden und dann hat Gott sie mir ins Herz gelegt; und da ist sie jetzt und soll in den Himmel kommen, ich werde sie wohl behüten müssen. Also Gott hat die Seele vom See, der Himmel heißt, getrennt, nicht sie sich selbst; oh ja, das passte.

Obwohl sie getrennt wurde, ist sie doch das gleiche wie das, was den Himmel ausmacht ... unendliche Weite und Größe. Wie groß ist sie dann, dieser "Tropf"? Sie muss wohl sehr sehr klein sein, die Seele, denn ich kann sie nicht sehen, ich kann auch bei niemandem sonst die Seele sehen ... aber vielleicht kann ich sie spüren?

Während ich so sinnierte, war ich so sehr in Gedanken "abgetreten" und mir überhaupt nicht mehr bewusst, dass ich einige Meter über dem Boden auf einer Astgabel saß. Über das viele Sinnieren war ich hungrig geworden und wollte zu Tante, um etwas zu essen. Wie ich aufstehen wollte, merkte ich, dass ich ins Leere trete und spürte so was wie einen Stich im Herzen und darunter, eine Leere und heftiges Ziehen in der Magengrube.

Mir war in einem Sekundenbruchteil klar, dass ich in Gefahr war, hinab zu stürzen und mein Körper reagierte blitzschnell, schneller als ich denken konnte; ... ich blieb oben und war hellwach (auch diese "Reaktionsgeschwindigkeit" beschäftige mich noch viele Jahre!).

In diesem Augenblick hatte ich den Gedanken, dass ich "meine Seele" gespürt hatte. SIE war es, die den Stich im Herzen verursachte, als sie "mir in die Magengrube sprang", um meinen Körper auf der Astgabel zu halten. Also konnte ich "meine Seele" erfahren, sie war da und half mir, irgendwie. War sie ein "Fremder" in meinem Körper? Konnte ich mit ihr reden? Würde sie mir etwas von den Geheimnissen erzählen, von denen sie umgeben ist?

Wann wird das Rätsel gelöst?

Dreißig Jahre vergingen, bevor sich dieses Rätsel für mich löste. Ja, es waren dreißig Jahre Leben eines Suchenden, dreißig ausgefüllte, interessante und ereignisreiche - und lehrreiche! - Jahre. (Und die folgenden fünfundreißig weiteren Jahre waren nicht minder ausgefüllt, lehrreich und lohnend!)

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Das Motto "Frischer Geist in alte Flaschen" geht auf ein sehr nettes Büchlein "Der Geist in der Flasche" zurück, in dem sich "der Geist" die bewegende Frage stellt "Bin ich eine Flasche oder hab' ich eine?" Mein Gedanke dazu war: Rüttle den Geist, der sich als Flasche sieht, auf und gib ihm ein frisches Leben!

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Copyright dieser Seite Helmut W. Karl (Impressum), Text publiziert 14Dez2014 & letzte Änderung: 04Mai2015.